Archiv der Kategorie: Gemeinschaftliche Wohnformen

Gemeinschaftliche Wohnformen

Gemeinschaftliche Wohnformen in der „Brasilia“ jetzt möglich
Die Eigentümerin öffnet die Tore der ehemaligen Zigarrenfabrik Brasilia in Unterrieden für neue Lebensentwürfe

Bereits vor zwei Jahren konnte die Brasilia für das erste Juwelenfest der Bau- und Wohnkultur Witzenhausen e.V. geöffnet werden. Im Juli 2014 wurde, im Rahmen eines zweitägigen Festes, erstmalig ein Nutzungskonzept für neue Wohnformen in der leer stehenden Zigarrenfabrik vorgestellt. Seitdem gibt es das Forum für gemeinschaftliche Wohnformen im Zukunftsbüro des Vereins.
„Wir können erst jetzt aktiv werden“, sagt die Eigentümerin Rosemarie Markhoff-Floros, die die Tore für neue Wohnideen sehr gern öffnet. „Mir scheint das eine sinnvolle Nutzung zu sein. Im Erdgeschoss können neben Gemeinschaftsräumen barrierefreie Wohnräume für ältere Menschen geschaffen werden, während im Obergeschoss Raum für junge Menschen in kleinen Maisonettewohnungen möglich ist“, so jedenfalls zeigt es ein Vorentwurf von Kristiane Floros, Architektin und Tochter der Eigentümerin. Vor allem geht es der Eigentümerin darum, eine Nutzung zu finden, die gut zu Unterrieden passt. Bereits zwei interessierte Gruppen besichtigten in den letzten Tagen das attraktive Kulturdenkmal mit Sanierungsbedarf.

Gemeinschaftliches Wohnen als „Lebenskonzept“ hat sich europaweit zu einer neuen etablierten Wohnform entwickelt. In selbstgewählten Nachbarschaften, Eigentümergemeinschaften, Mehrgenerationenhäusern oder gemeinschaftlichen Wohngruppenprojekten entstehen soziale, ökonomische und kulturelle Netzwerke, die „ein gutes Stück Lebensqualität“ sichern.
„Allerdings braucht es Zeit, bis sich eine Gruppe bildet und zusammenbleibt“, sagt Veronika Kühnapfel. Und „Konfliktbereitschaft gehört unbedingt dazu“ ergänzt eine Besucherin, die aus gemeinschaftlichen Wohnerfahrungen sprechen kann: „Man muss schon Spaß am Sozialen haben.“

Bei Interesse an wenden Sie sich an:
Bau- und Wohnkultur Witzenhausen e.V.
Zukunftsbüro
Kirchstraße 16
37213 Witzenhausen
Telefon 05542/9538007
Ansprechpartnerin Veronika Kühnapfel

Tag des offenen Denkmals

Gemeinschaftlich Wohnen in einem der schönsten Denkmäler der Hochrenaissance

– Fachwerkliebhaber und Interessierte des Gemeinschaftlichen Wohnens gesucht –

Hof-Garten_EAm 13. September 2015 möchte Sie der Bürgerverein zur Förderung der Bau- und Wohnkultur Witzenhausen e. V. in eines der schönsten Denkmäler aus der Hochrenaissance einladen, dem Wedekind-Meinhard-Haus im Herzen der Stadt Witzenhausen, in der Ermschwerder Straße 4.

Diese Veranstaltung findet im Rahmen der bundesweiten Aktionstage Gemeinschaftlich Wohnen 2015 vom Forum Gemeinschaftliches Wohnen e. V. sowie dem Tag des offenen Denkmals der Deutschen Stiftung Denkmalpflege statt.

Hausansicht_400Die Besichtigung des leer stehenden Wohngebäudes aus dem Jahr 1579 ermöglicht nicht nur einen Einblick in die Baukunst der Hochrenaissance, vielmehr möchte der Verein an diesem Tag zeigen, wie dieses innerstädtische Wohnhaus zukunftsweisend für Neue Wohnformen genutzt werden kann.

Anhand von ausgestellten Entwürfen und Erläuterungen vor Ort können Gespräche geführt und Kontakte geknüpft werden.
Die Architekturleistungen wurden gesponsert für das Aufmaß des Bestandes 2014 von Simone Jäger vom Planungsbüro by brübach aus Witzenhausen und für die aktuellen Vorentwürfe Neuer Wohnformen 2015 von Matthias Tunnemann vom Architekturbüro Sprengwerk aus Kassel.
Die Türen sind am 13. September von 11.00 bis 17.00 Uhr für Sie geöffnet.
Seien Sie herzlich willkommen.

Gemeinschaftliches Wohnen

Neue Wohnformen /
Gemeinschaftlich Wohnen

Gemeinschaftliches Wohnen vielleicht bald im Wedekind-Meinhardschen Haus im Stadtkern von Witzenhausen?

Neue Wohnformen drücken eine Vielfalt von Wohnprojekten aus, die alle etwas gemeinsam haben:
immer organisieren sich Menschen selbst, bilden Gruppen, gründen Vereine oder andere Rechtsformen zur Realisierung einer selbst-bestimmten Form miteinander zu wohnen.
Unterschiede bestehen darin, wann die Selbstorganisation jeweils beginnt. Auch die Begriffe variieren von selbst gewählten Nachbarschaften, Baugemeinschaften, Mehrgenerationenhäusern bis hin zu den gemeinschaftlichen Wohngruppenprojekten.

Im gemeinschaftlichen Wohngruppenprojekt geht es hauptsächlich um das gemeinsame WOHNEN und manchmal auch um das gemeinsame LEBEN. Dann unterstützen sich Menschen, um ihren Alltag gemeinsam besser organisieren zu können. Unter dem Motto „Wohnen mit Kindern“ oder „Wohnen im Alter“ werden gesellschaftliche Alternativen des Miteinanders erprobt.
„Gemeinsam statt einsam“ bietet die Chance, in einer menschlichen Gesellschaft alt zu werden, wenn familiäre und soziale Netze diese Aufgabe nicht mehr übernehmen können.

Einmal im Monat treffen sich Menschen zu diesem Thema im Zunkunftsbüro.