Jahresbericht

Für 2017

Die Impulse aus dem Hof- und Kamingespräch 2016, die Hochburg des Ökolandbaus in der Stadt sichtbar werden zu lassen, die daraus gegründete AG und die Kooperation mit der Modellregion Ökolandbau Nordhessen ermöglichen in diesem Jahr erstmalig die Organisation von zwei BioFeierabendmärkten auf dem Marktplatz in Witzenhausen.
Die Umfrageergebnisse während des 1. BioFeierabendmarktes bestätigen den Erfolg des kombinierten Angebotes aus Bioprodukten der Region, kulinarischen Kostproben an fast jedem Marktstand, einer Schaukäserei, dem Ausschank von Getränken, musikalischer Begleitung und nicht zuletzt der Bereitstellung von Sitzgelegenheiten.
2018 wird der BioFeierabendmarkt von April bis September einmal monatlich fortgesetzt.
Mit diesem regelmäßigen Angebot können wir den öffentlichen Raum in der historischen Altstadt aktiv beleben.

Akteure aus Universität, Politik und Verwaltung engagieren sich für den Eintritt in das Netzwerk BioStädte. Mit der Unterzeichnung eines Kooperationsvertrages gelingt Ende 2017 die Aufnahme Witzenhausens in diese Städtegemeinschaft.

Die FachwerkSprechstunden 2017 wurden auch in diesem Jahr wieder sehr gut angenommen.

Das Forum Gemeinschaftliche Wohnformen bietet Menschen die Möglichkeit, in der Bau- und Wohnkultur Witzenhausen eine Wohngruppe zu finden bzw. zu entwickeln.
Veronika Kühnapfel moderiert die Gruppenfindungsprozesse
„Vom Ich zum Wir“.  Sie wird 2018 eine Sprechstunde einführen wollen.

Eine Mieteranfrage für die Kirchstraße 16 und ein möglicher Umzug
in den nächsten Leerstand brachten neue Erkenntnisse zu brachliegenden Ladengeschäften in den Erdgeschosszonen der Innenstadt. Es braucht den politischen Willen und öffentlichen Aufruf, leere Ladengeschäfte mit öffentlichen Angeboten beleben zu wollen. Die Eigentümer leer stehender Ladengeschäfte müssten gezielt angesprochen werden für die Freigabe neuer Nutzungsmöglichkeiten.

Ein großes Teilstück Stadtmauer ging 2017 in der Wickfeldstraße unwiederbringlich verloren. Das 12 Monate anhaltende Ringen um den Erhalt des ältesten Denkmals der Stadt kann noch einmal auf unserer Homepage nachgelesen werden unter:

Pressespiegel


Auch die AG Kulturerbe Stadtmauer beschreibt sehr informativ unter
www.stadtmauer-witzenhausen.de den Kampf um den Erhalt des baukulturellen Erbes.

Die NH Projektstadt lädt die Bau- und Wohnkultur ein zum Gesprächsthema Stadtumbau Witzenhausen. Gemeinsam mit der
AG Kulturerbe Stadtmauer, Dr. Cornelia Nicol, der BI Sinnvolle Verkehrsplanung, Ludger Beesten, dem Geschichtsverein, Werner Keller sowie Fachwerkeigentümern der Altstadt Witzenhausen tragen wir unsere Anliegen für den Erhalt der Denkmale, der Werrabrücke und der Stadtmauer schriftlich vor.
Insbesondere die Ressource Altbau mit ihrer ökologischen Sanierung und zukunftsfähigen Nutzung ist ein wichtiger Beitrag für den Klimaschutz. Unserer Auffassung nach könnte das Zukunftsbüro als Anlaufstelle für Bürger, das monatliche Angebot der Fachwerk Sprechstunde und das Forum für Gemeinschaftliche Wohnformen inhaltlich und finanziell mit eingebunden sein in die Umsetzung des Integrierten Stadtentwicklungskonzeptes (ISEK), das im Laufe des Jahres 2017 gemeinsam mit Bürgern entwickelt werden soll.

Der Adventskalender 2017 nimmt die bewegende Bürgermeisterwahl und die Stimmungsqualität in der Stadt in den Schaufenstern des Zukunftsbüros auf.
Unter dem Motto: „Eine Zusammenarbeit mit dem neuen Bürgermeister bedeutet für mich …“
beziehen sich Menschen täglich auf die geforderte Teilhabe von Bürgern bei wichtigen Themen der Stadtentwicklung.

Veronika Kühnapfel, Dieter Brauch, Robert Kambach Witzenhausen, 21.3.2018