Forum Gemeinschaftliche Wohnformen

Liebe Mitglieder der Bau- und Wohnkultur, liebe Bürgerinnen und Bürger,
unsere Aktivitäten ziehen erneut Kreise und das Gemeinschaftliche Wohnen in Witzenhausen wird nun auch im Rahmen des Forschungsvorhabens „Bürgerfonds“ Kommune innovativ am 29. Juni ab 18.00 Uhr im Rathaussaal vorgestellt.
Bereits im Winter 2016 konnte unser Verein die AG Deutsche Fachwerkstädte für Witzenhausen gewinnen und allen Akteuren unser Interesse an einer Beteiligung des Forschungsvorhabens mitteilen. Die Gespräche konnten leider nicht vertieft werden.
Umso mehr freuen wir uns heute, dass sich das Gemeinschaftliche Wohnen im Rahmen der Forschungsidee „Bürgerfonds“ weiterentwickelt hat und nun erneut von der Bau- und Stadtverwaltung aufgenommen wurde. Gern leite ich die Einladung zur Zukunftswerkstatt Witzenhausen am 29.06. ab 18 Uhr im Rathaussaal an interessierte Bürgerinnen und Bürger weiter.
Die Bau- und Wohnkultur bietet natürlich auch weiterhin ihr Forum für Gemeinschaftliche Wohnformen an. Jeden 2. Montag im Monat besteht die Möglichkeit, an einem unverbindlichen Gruppentreffen von interessierten Menschen teilzunehmen. Oft sind es einzelne Menschen, die sich gern einer Gemeinschaft anschließen möchten, ohne jedoch eine Gruppe zu kennen. Sprechen Sie uns an.
Ihre Veronika Kühnapfel

Gemeinschaftliche Wohnformen in der „Brasilia“ jetzt möglich

Eigentümerin öffnet die Tore der ehemaligen Zigarrenfabrik Brasilia in Unterrieden für neue Lebensentwürfe

Bereits vor zwei Jahren konnte die Brasilia für das erste Juwelenfest der Bau- und Wohnkultur Witzenhausen e.V. geöffnet werden. Im Juli 2014 wurde, im Rahmen eines zweitägigen Festes, erstmalig ein Nutzungskonzept für neue Wohnformen in der leer stehenden Zigarrenfabrik vorgestellt. Seitdem gibt es das Forum für gemeinschaftliche Wohnformen im Zukunftsbüro des Vereins. IMG_2305

„Wir können erst jetzt aktiv werden“, sagt die Eigentümerin Rosemarie Markhoff-Floros, die die Tore für neue Wohnideen sehr gern öffnet. „Mir scheint das eine sinnvolle Nutzung zu sein. Im Erdgeschoss können neben Gemeinschaftsräumen barrierefreie Wohnräume für ältere Menschen geschaffen werden, während im Obergeschoss Raum für junge Menschen in kleinen Maisonettewohnungen möglich ist“, so jedenfalls zeigt es ein Vorentwurf von Kristiane Floros, Architektin und Tochter der Eigentümerin. Vor allem geht es der Eigentümerin darum, eine Nutzung zu finden, die gut zu Unterrieden passt. Bereits zwei interessierte Gruppen besichtigten in den letzten Tagen das attraktive Kulturdenkmal mit Sanierungsbedarf.

Gemeinschaftliches Wohnen als „Lebenskonzept“ hat sich europaweit zu einer neuen etablierten Wohnform entwickelt. In selbstgewählten Nachbarschaften, Eigentümergemeinschaften, Mehrgenerationenhäusern oder gemeinschaftlichen Wohngruppenprojekten entstehen soziale, ökonomische und kulturelle Netzwerke, die „ein gutes Stück Lebensqualität“ sichern.
„Allerdings braucht es Zeit, bis sich eine Gruppe bildet und zusammenbleibt“, sagt Veronika Kühnapfel. Und „Konfliktbereitschaft gehört unbedingt dazu“ ergänzt eine Besucherin, die aus gemeinschaftlichen Wohnerfahrungen sprechen kann: „Man muss schon Spaß am Sozialen haben.“

Bei Interesse an wenden Sie sich an:
Bau- und Wohnkultur Witzenhausen e.V.
Zukunftsbüro
Kirchstraße 16
37213 Witzenhausen
Telefon 05542/9538007
Ansprechpartnerin Veronika Kühnapfel

Forum für Gemeinschaftliche Wohnformen

1 x monatlich treffen sich Menschen im Zukunftsbüro in der Kirchstraße 16, um sich kennen zu lernen, auszutauschen und miteinander Pläne zu schmieden.

Vorschlag eines Wohnkonzeptes im Wedekind-Meinhard-Haus,
Ermschwerder Straße 4, Witzenhausen.
Die Pläne liegen im Zukunftsbüro zur Einsicht aus.

Gemeinschaftlich Wohnen –
Was verstehen wir heute darunter?

Neue Wohnformen drücken eine Vielfalt von Wohnprojekten aus, die alle etwas gemeinsam haben:
immer organisieren sich Menschen selbst, bilden Gruppen, gründen Vereine oder andere Rechtsformen zur Realisierung einer selbst bestimmten Form miteinander zu wohnen.
Gemeinschaftlich WohnenUnterschiede bestehen darin, wann die Selbstorganisation jeweils beginnt. Auch die Begriffe variieren von selbst gewählten Nachbarschaften, Baugemeinschaften, Mehrgenerationenhäusern bis hin zu den gemeinschaftlichen Wohngruppenprojekten.

Im gemeinschaftlichen Wohngruppenprojekt geht es hauptsächlich um das gemeinsame WOHNEN und manchmal auch um das gemeinsame LEBEN. Dann unterstützen sich Menschen, um ihren Alltag gemeinsam besser organisieren zu können.

Unter dem Motto „Wohnen mit Kindern“ oder „Wohnen im Alter“ werden gesellschaftliche Alternativen des Miteinanders erprobt.
„Gemeinsam statt einsam“ bietet die Chance, in einer menschlichen Gesellschaft alt zu werden, wenn familiäre und soziale Netze diese Aufgabe nicht mehr übernehmen können.

Merkmale Gemeinschaftlicher Wohnprojekte:

• Die Gemeinschaft beginnt bereits vor dem Einzug.
• Die Bewohnerinnen und Bewohner sind an der Projektentwicklung entweder sls Initiatoren oder oder als Mitwirkende beteiligt.
• Zum Selbstverständnis aller Wohnprojekte gehört die gegenseitige Hilfe.
• Die Bewohnerinnen und Bewohner organisieren die Art und Weise ihres Zusammenlebens selbst. Kommunikations- und Entscheidungsstrukturen werden in der Gruppe geregelt.
• Viele Gemeinschaftliche Wohnprojekte pflegen eine gute Nachbarschaft.
• Die baulichen Gegebenheiten ermöglichen die Pflege sozialer Kontakte und entsprechen dem Anspruch auf Sicherheit und Barrierefreiheit.